Sonnenmeditation – mit innerem Licht bewegte Momente in der Meditation für dich entdecken und in der Natur erleben
Bilder von Meditierenden sind manchmal im Gegenlicht fotografiert. Im Hintergrund befindet sich dann vielleicht der Untergang der Sonne mit entsprechenden Verlaufsfarben. Alternativ wird eine ruhende Situation im abgedunkeltem Wald dargestellt. Im inneren des Körpers stellen eine oder mehreren Methoden ein Zustand her, um Erleuchtung zu erlangen. Eine Erlebnis das ich hatte sah wie folgt aus:
Einzelne Wolken zogen langsam am blauen Himmel vorbei und verdeckten hin und wieder die Sonne. Bäume raschelten sanft mit ihren Blättern, während sich die Äste im Wind bewegten. Das Licht bewegte sich auf meinem Gesicht und wenn der Wind zur Ruhe kam, dann kam auch ich zur inneren Ruhe. Mit geschlossenen Augen ließ sich dann in mir die Bewegungen des inneren Licht sehen, die mich während der Reise durch den Körper mit bunten Farben begleitete. Knochen, Sehnen und Organe wurden eingefärbt und spielten mit meiner Konzentration und wurden Teil der sich bewegenden Energie. Der Zustand weitete die Wahrnehmung und vereinte mich mit der Natur. Die Stille wurde von Vogelgezwitscher durchbrochen und das ganz leise plätschern des Bachs war aus weiter Ferne zu hören.
Ein anderer Ort, eine andere Zeit:
Menschen haben sich schon immer der Sonne als Lebenselixier der Natur zugewendet. Sie ist das Brennglas unserer Kultur und wurde u.a. von William Turner auf eine entmaterialisierende Weise in seinen Bildern eingefangen.
2014 war ich in London und habe mir die Spätwerke von William Turner angesehen. Bei ihm geht es in seinen Gemälden fast immer um die Wahrnehmung eines bestimmten Momentes in Verbindung mit Licht. In den Spätwerken sind nur noch kaum erkennbaren Konturen vorhanden. Parallel dazu verlief seine Erblindung, die ihm zwar die kraftvollen Bildern nahm, aber nicht die Sinnsuche im Licht. Diese soll ihm auf dem Sterbebett zu der Aussage gebracht haben „Die Sonne ist Gott“. Wie wahr, wenn wir uns im Licht auflösen können und unendlich werden.
Dunkelheit und Licht
Nun aber wieder zurück zu unserem eigentlichen Thema. 🙂
Es gibt Meditierende, die Erleuchtung mit Dunkelheit verbinden. Nachts wenn die Augen geschlossen sind und die Umgebung so beschaffen ist, dass kein Licht vorhanden ist, nur dann kann die Erleuchtung geschehen. Dann, wenn es plötzlich hell wird und dabei nicht nur teilweise ein luzider Traum ist, sondern in der vertieften Meditation eine Wachheit dazu kommt, die uns in die Gegenwart führt. Das kann einfach Licht sein, aber auch gestaltbare Räume mit Mustern oder vielleicht eine Reise im Universum. Wenn diese Zustände auf emotionalen Ebene abgeschwächt werden können, dann kehrt Ruhe ein. Diese Ruhe ist wichtig, um das geistig-emotionale Festhalten über Monate oder gar Jahre frühzeitig abzuschwächen.
Den Platz einrichten
Suchen in der Umgebung.
Geht aber auch zu Hause z.B. am Fenster und mit Audio von Naturklängen….
Lass dir das Licht geben
Genau, das Sonnenlicht! Es ist immer da oder wir fahren in Länder, wo die Sonne fast immer scheint. 😉 In jedem Fall geht es darum das Licht was da ist zu verwenden. Einfach die Augen schließen und in dir die Ruhe finden. Dazu Bedarf es natürlich ein wenig Übung und auch für die Bewegung im Körper gibt es Methoden, die unabhängig von der Sonne eingeübt werden müssen, damit später alles fließen kann. Und genau in diesen Fluß nimmt die Übung selbst das Licht mit hinein und macht den eigenen Körper zu einem Lichtmeer. Die Stelle, an der sich die Konzentration befindet verändert sich auch die Farbe von selbst. So kann die Wirbelsäule von unten nach oben das ganze Prisma abbilden oder es sind Bewegungen, die ähnliche oder unterschiedliche Farben anzeigen. Auch im Kopf kann bei einem geöffneten dritten Auge der bewegende Farbwechsel an allen Stellen erlebt werden.
Es braucht keine Dunkelheit. Nehmt das Sonnenlicht und die Bewegung der Natur. Ihr werdet dann selber eins mit der Natur durch inneres Sehen, Hören und Riechen. Dabei ist die Methode der Meditation nicht entscheidend. Es geht um die innere Ruhe und darum eine Bewegung im Körper auszulösen. Mit dieser inneren Bewegung kann sich auch das Licht damit bewegen. Das ist die innere Alchemie als Teil der Erleuchtung. Erleuchte dich und damit auch deine Umgebung. Tipp: Sonnencreme nicht vergessen gegen negative Einflüsse! 😉

